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Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Do 07 Apr, 2022 15:55
von cantsin
Bei der heutigen Stativ-Aversion vieler Videomacher und der Überschätzung von IBIS können ja selbst 10-Euro-Uralt-Stative vom Flohmarkt einen positiven Unterschied machen...

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Do 07 Apr, 2022 16:05
von Frank Glencairn
TomStg hat geschrieben: Do 07 Apr, 2022 14:55
Mit einem 600er Tele bei -20 C kann man jeden Schwenk mit Start und Stop mit dem Rollei-Kram vergessen.

Ganz so kalt war's ned, aber fast :D

Foto.jpeg

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Do 07 Apr, 2022 16:31
von iasi
Bei Stativschwenks kommt mir immer der Anfang von Der letzte Mohikaner in den Sinn.

IBIS hätte da aber auch nicht geholfen.

Stabi-Systeme sind doch auch vor allem dazu gedacht, mehr Bewegungsfreiheit für die Kamera zu erhalten - aber eben nur dort, wo man es auch wirklich benötigt.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Do 07 Apr, 2022 21:41
von SamSuffy
Frank Glencairn hat geschrieben: Do 07 Apr, 2022 16:05 Ganz so kalt war's ned, aber fast :D


Foto.jpeg
Hardcore :)

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Do 07 Apr, 2022 22:46
von SamSuffy
Passt gerade gut zu diesem Thema, da in den Einträgen zuvor von Billigstativen und deren leistung geschrieben wurde.
Hier mal eine Aufnahme bei 600mm, Lumix S1 und einem Stativ der 4-500€ Klasse die ich für einen anderen Beitrag gemacht hatte.

Nicht zu gebrauchen.

Werde also auch im Gebrauchtmarkt nach Stativen suchen, die in ein paar Ligen höher spiel(t)en.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Do 07 Apr, 2022 23:13
von SonyTony
Bin ich der einzige, den das bisschen "wobble" am Bildrand beim Weitwinkel viel weniger stört als die Sprünge bei der Person im Fokus? In der Post kann man bestimmt vieles machen, aber wenns ums fertige Bild geht..

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Fr 08 Apr, 2022 13:14
von Clemens Schiesko
SonyTony hat geschrieben: Do 07 Apr, 2022 23:13 Bin ich der einzige, den das bisschen "wobble" am Bildrand beim Weitwinkel viel weniger stört als die Sprünge bei der Person im Fokus? In der Post kann man bestimmt vieles machen, aber wenns ums fertige Bild geht..
Bei "Sprünge bei der Person im Fokus" gehst Du aber nicht davon aus, dass dies einfach ein digitaler Crop aus der Weitwinkelaufnahme ist, oder? Hier wurde mit einem 70mm gefilmt und da, wie auch im Artikel erwähnt, funktioniert ein IBIS um einiges besser.
In der Weitwinkelaufnahme sieht der IBIS aber schrecklich und nicht filmisch gegenüber dem EIS aus. Eher als hätte man da mit einem Handy gefilmt oder als wäre nachträglich ein schlecht arbeitender, digitaler Entwacklungsfilter drüber gefegt.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Fr 08 Apr, 2022 13:29
von iasi
Clemens Schiesko hat geschrieben: Fr 08 Apr, 2022 13:14
SonyTony hat geschrieben: Do 07 Apr, 2022 23:13 Bin ich der einzige, den das bisschen "wobble" am Bildrand beim Weitwinkel viel weniger stört als die Sprünge bei der Person im Fokus? In der Post kann man bestimmt vieles machen, aber wenns ums fertige Bild geht..
Bei "Sprünge bei der Person im Fokus" gehst Du aber nicht davon aus, dass dies einfach ein digitaler Crop aus der Weitwinkelaufnahme ist, oder? Hier wurde mit einem 70mm gefilmt und da, wie auch im Artikel erwähnt, funktioniert ein IBIS um einiges besser.
In der Weitwinkelaufnahme sieht der IBIS aber schrecklich und nicht filmisch gegenüber dem EIS aus. Eher als hätte man da mit einem Handy gefilmt oder als wäre nachträglich ein schlecht arbeitender, digitaler Entwacklungsfilter drüber gefegt.
Der nicht filmische Handy-Look resultiert nun einmal auch aus der kurzen Brennweite.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Fr 08 Apr, 2022 13:36
von Clemens Schiesko
iasi hat geschrieben: Fr 08 Apr, 2022 13:29
Clemens Schiesko hat geschrieben: Fr 08 Apr, 2022 13:14 [...]
Der nicht filmische Handy-Look resultiert nun einmal auch aus der kurzen Brennweite.
Anfänglich, ja. Aber richtig eingesetzt à la Wes Anderson ist der filmische Look nicht mehr eine Frage der Brennweite.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 09 Apr, 2022 07:29
von Mediamind
TomStg hat geschrieben: Do 07 Apr, 2022 14:55
Frank Glencairn hat geschrieben: Do 07 Apr, 2022 14:09 Kommt eben immer auf die Situation an.
Eben!
Mit einem 600er Tele bei -20 C kann man jeden Schwenk mit Start und Stop mit dem Rollei-Kram vergessen.
... und mit fest gefrorener Zunge am Metall des Teles. Das kann man dann nur noch in der Post fixen...

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 09 Apr, 2022 10:03
von iasi
Clemens Schiesko hat geschrieben: Fr 08 Apr, 2022 13:36
iasi hat geschrieben: Fr 08 Apr, 2022 13:29
Der nicht filmische Handy-Look resultiert nun einmal auch aus der kurzen Brennweite.
Anfänglich, ja. Aber richtig eingesetzt à la Wes Anderson ist der filmische Look nicht mehr eine Frage der Brennweite.
Anderson bietet einen Anderson-Look. Er setzt dies auch ganz gezielt ein, wie in G.B.H.:
Wes Anderson entschied sich, den Film in drei verschiedenen Seitenverhältnissen zu produzieren. Die Verhältnisse 1,33:1, 1,85:1 und 2,35:1 wechseln in Abhängigkeit von den Zeitebenen der Handlung. Passend zur jeweiligen Zeitebene weisen die verwendeten Objektive eine unterschiedlich starke tonnenförmige Verzeichnung auf.
Wikipedia

The Revenant wird auch immer gern als Beispiel genannt. Aber auch hier wird WW nur gezielt und nicht durchgängig eingesetzt.
Bild

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 09 Apr, 2022 10:42
von SonyTony
Ach egal: Kamera auf den Gimbal beim Laufen und dann kann der Stabi auch anbleiben - da wobbelt nichts.
Geht dann auch alles ohne Stativ. ;P
Für sehr lange Brennweiten und Makros kann man natürlich immer noch das Stativ rausholen.
(Shitstorm darf jetzt starten)

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Di 26 Apr, 2022 13:10
von DKPost
Ich habe gerade einen Haufen Material von der C500 Mark II auf dem Tisch, und das Material ist teilweise total unbrauchbar durch den IBIS, oder wie auch immer genau die C500 Mark II intern stabilisiert. Und das nicht nur bei weiten Shots, sondern noch viel mehr bei sehr closen mit leichter Bewegung, z.B. von links nach rechts. Da ist nicht nur ein "wobblen" in den Ecken, sondern das gesamte warpt kreuz und quer durch die Gegend. Es sieht sehr ähnlich zu einem schlechten Warp Stabilizer aus Premiere aus.
Da bin ich wieder froh, dass Canon den IBIS bei der r5c heraus genommen hat.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Fr 29 Apr, 2022 14:04
von SonyTony
Hat jemand Praxis-Erfahrung mit der Sony FX3? Wobbelt es da und fällt das in der Praxis wirklich auf?
Funktioniert die Gyro-Stabilisierung da nur, wenn OIS der Linse UND IBIS aus sind, oder kann eins von beidem an bleiben?
Und bei der FX6 muss auch OIS der Linse aus sein, richtig?

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Fr 29 Apr, 2022 14:35
von Bruno Peter
SonyTony hat geschrieben: Fr 29 Apr, 2022 14:04 Hat jemand Praxis-Erfahrung mit der Sony FX3? Wobbelt es da und fällt das in der Praxis wirklich auf?
Funktioniert die Gyro-Stabilisierung da nur, wenn OIS der Linse UND IBIS aus sind, oder kann eins von beidem an bleiben?
Und bei der FX6 muss auch OIS der Linse aus sein, richtig?
Bei Freihandaufnahmen per Gimbal brauchst Du den optischen Stabi nicht
abschalten.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Fr 29 Apr, 2022 15:51
von Mediamind
SonyTony hat geschrieben: Fr 29 Apr, 2022 14:04 Hat jemand Praxis-Erfahrung mit der Sony FX3? Wobbelt es da und fällt das in der Praxis wirklich auf?
Funktioniert die Gyro-Stabilisierung da nur, wenn OIS der Linse UND IBIS aus sind, oder kann eins von beidem an bleiben?
Und bei der FX6 muss auch OIS der Linse aus sein, richtig?
Hier die Details:

The following products support the SteadyShot function using metadata:

ILCE-1*1 *2, ILCE-7SM3*1 *2, ILCE-7C*1 *3, ILCE-7M4*1 *2, ZV-E10*1 *2, ZV-1, DSC-RX100M7, DSC-RX0M2, ILME-FX6*1 *3, ILME-FX3*1 *2

*1 Operation is not guaranteed when shooting using other than E-mount lenses
*2 To use the SteadyShot function using metadata, set the SteadyShot function to Off or Active on the camera body before shooting
*3 To use the SteadyShot function using metadata, set the SteadyShot function to Off on the camera body before shooting

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Fr 29 Apr, 2022 21:35
von SonyTony
Oha das macht die fx3 nochmal deutlich attraktiver gegenüber der fx6

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Fr 29 Apr, 2022 22:01
von Mediamind
Nein, eigentlich nicht. Die FX6 nuzt Du nicht mal eben aus derHand, die FX3 hingegen schon. Die FX6 ist die perfekte Kamera für alle Operationen vom Stativ aus. Die FX3 hingegen kannst Du aus der Hand bedienen, dafür fehlt Dir dann der interne ND und die Bedienbarkeit der FX6. Meine Meinung: entweder eine A7SIII oder eine FX6. Die FX3 ist ein Kompromiss zwischen diesen beiden Bauformen. Ich würde damit nicht glücklich. Wenn es um Portabilität und den "schlanken-Fuß-Faktor" geht: nimm die A7SIII. Soll es hingegen in einem kontrollierten Umfeld sein: es gibt nicht besseres fürs Geld, nimm die FX6.
Wenn Du zuviel Geld hast, nimm beide. Wenn es gar nicht drauf ankommt: Nimm alle 3. Keine der 3 Varianten obsiegt wirklich in allen Belangen, sie wollen eher mit ihren Stärken eingesetzt werden. Wobei ich meine, die Fx6 hat für den Preis die für die meisten das unrundeste Angebot.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 02:05
von SonyTony
Ja das Thema vario nd versus Ibis kommt immer wieder auf. Ich muss für den Rundfunk 25i abgeben, hätte gerne 50p UHD zum croppen. Bei 25p muss man höllisch auf den shutter achten, Bei 50p spielt meiner Meinung nach der shutter keine große Rolle mehr. Bei viel Sonne vielleicht einen Filter auf die Linse aber das meiste macht dann die shutter Automatik genausogut wie der Auto nd der fx6. Außerdem funktioniert bei höherem shutter dann der gyro stabi später wieder besser.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 06:54
von Mediamind
Über den elektronischen ND der FX6 kann ich nur sagen: besser geht es nicht. Wenn Du in 50i abliefern musst, ist Freistellen sicherlich kein so großes Thema, wie z.B. bei Wedding.
Für mich hat sich die Lücke zwischen der A7SIII und der FX6 ein wenig mit dem Revoring geschlossen. Ist nun schon eine Weile her, da habe ich Axels Tipp zur Belegung eines F-Buttons mit Zeitautomatik übernommen. Schei... auf Motionblur, wenn man ansonsten den Shoot verpasst. Dann hat man mal eben eine Belichtungszeit bei 1/1000...
Ich habe nun ausgiebig den Revoring getestet, u.a. in Hamburg. Die Ergebnisse sind absolut überzeugend. Ich lege jetzt die Zebras auf ca. 55% und schaue, dass ich mit Einstellen dieses variablen NDs Zebras im Gesicht bekomme und ich habe meine Belichtung. Damit rücke ich von den +1.75 Blenden Überbelichtung ab, bin aber mit den Hauttönen besser dabei. Durch den Revoring wird die A7SIII noch vielseitiger. Meine Fx6 habe ich jetzt mit fetten V-Mount Akkus aufgerüstet. Da ist nichts mehr mit mobilem EInsatz. Für jeden Zweck das richtige Werkzeug....
Hätte ich die Wahl zwischen der A7SIII und der FX6, ich würde die A7SIII bevorzugen.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 09:03
von TomStg
Man stelle sich vor:
Eine A7S3 wird mit Belichtungsautomatik betrieben, nur weil man zu bequem ist, sich um die richtige Belichtung zu kümmern. Irre!
Insbesondere bei einem genialen eingebauten ND-Filter wie bei der FX6 oder einem Vario-ND vor der Linse ist das ziemlich daneben.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 09:27
von Frank Glencairn
SonyTony hat geschrieben: Sa 30 Apr, 2022 02:05 Ja das Thema vario nd versus Ibis kommt immer wieder auf. Ich muss für den Rundfunk 25i abgeben, hätte gerne 50p UHD zum croppen. Bei 25p muss man höllisch auf den shutter achten, Bei 50p spielt meiner Meinung nach der shutter keine große Rolle mehr. Bei viel Sonne vielleicht einen Filter auf die Linse aber das meiste macht dann die shutter Automatik genausogut wie der Auto nd der fx6. Außerdem funktioniert bei höherem shutter dann der gyro stabi später wieder besser.
Shutter ist immer 180 Grad, völlig unabhängig von der FPS.
Shutterautomatik (oder jede andere Automatik) geht gar nicht, wenn einem das Ergebnis nicht völlig egal ist.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 09:34
von klusterdegenerierung
TomStg hat geschrieben: Sa 30 Apr, 2022 09:03 Man stelle sich vor:
Eine A7S3 wird mit Belichtungsautomatik betrieben, nur weil man zu bequem ist, sich um die richtige Belichtung zu kümmern. Irre!
Und wie kümmerst Du Dich wenn die Braut von Draussen bei 1/1000 shutter in eine dunkle Kirche mit 1/50 läufst?
Drehst professionell und verwackeld an deinen ND ins blaue und hast dann am Ende nicht nur eine verwackelte, sondern auch Lichtverlaufsmäßig selten dämliche Aufnahme?

Der Profi setzt die Automatik gezielt dort ein wo sie Sinn macht und wechelst dann wie der zu manuell, der Amateur ist in seinen absurden Zwängen gefangen und versaut die Aufnahme!

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 09:38
von klusterdegenerierung
iasi hat geschrieben: Sa 09 Apr, 2022 10:03 The Revenant wird auch immer gern als Beispiel genannt. Aber auch hier wird WW nur gezielt und nicht durchgängig eingesetzt.
Bild
Aha, und weil die Berge 20km und mehr entfernt sind ist das eine WW Aufnahme, ne is klar! :-)

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 09:41
von MrMeeseeks
Frank Glencairn hat geschrieben: Sa 30 Apr, 2022 09:27
SonyTony hat geschrieben: Sa 30 Apr, 2022 02:05 Ja das Thema vario nd versus Ibis kommt immer wieder auf. Ich muss für den Rundfunk 25i abgeben, hätte gerne 50p UHD zum croppen. Bei 25p muss man höllisch auf den shutter achten, Bei 50p spielt meiner Meinung nach der shutter keine große Rolle mehr. Bei viel Sonne vielleicht einen Filter auf die Linse aber das meiste macht dann die shutter Automatik genausogut wie der Auto nd der fx6. Außerdem funktioniert bei höherem shutter dann der gyro stabi später wieder besser.
Shutter ist immer 180 Grad, völlig unabhängig von der FPS.
Richtig. Sein Name ist aber SonyTony

Also ich weiß nicht ab welcher Preislage an Sony Kamera man 180° einstellen kann, aber die 4000€ teure auf Video ausgelegte Sony a7s III bekommt das nicht auf die Reihe.

Selbst die FX3 bieten keinen Shutter Angle. Was für eine Lachnummer.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 10:30
von Mediamind
TomStg hat geschrieben: Sa 30 Apr, 2022 09:03 Man stelle sich vor:
Eine A7S3 wird mit Belichtungsautomatik betrieben, nur weil man zu bequem ist, sich um die richtige Belichtung zu kümmern. Irre!
Insbesondere bei einem genialen eingebauten ND-Filter wie bei der FX6 oder einem Vario-ND vor der Linse ist das ziemlich daneben.
Sehe ich anders. Es gibt endlose Beispiele, bei denen die 180 Grad Regel ohne Auswirkung auf das Ergebnis ist. Ich achte natürlich auf die richtige Lichtmenge durch ND. Bevor ich aber eine Aufnahme nicht hin bekomme, weil ich nach einem passenden ND fingere, lasse ich die 180 Grad eben sausen. Ich mag keine Dogmen. Um den Anforderungen felxibler zu begegnen, setzte ich den Revoring jetzt gerne ein. Den habe ich aber erst seit ein paar Wochen, andere variable ND waren bisher keine gute Wahl. Deine pauschale Abwertung ist daneben. Als würde ich den ND der FX6 nicht nutzen...

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 10:52
von cantsin
Gutes Beispiel für das Missachten der 180-Grad-Regel sind die Videos von Brandon Li. Ist eben eine Frage des Stils. Wenn man getragene Videos mit langsamen, sorgfältigen Kamerabewertungen (Stativ, Dolly etc.) macht, dann sollte man IMHO unbedingt bei 180 Grad bleiben.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 11:01
von Frank Glencairn
Mediamind hat geschrieben: Sa 30 Apr, 2022 10:30 Es gibt endlose Beispiele, bei denen die 180 Grad Regel ohne Auswirkung auf das Ergebnis ist.
Das würde ich gerne mal sehen.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 11:08
von Mediamind
Ich will nur ein Beispiel aus meinem Bereich nennen: Bei einer Hochzeit geht die Braut mit dem Bluemnkind ungeplant aus dem mit Kunstlicht beleuchteten Festsaal (d.h. dunkel) auf den sonnen beschienenen Balkon, das Kind wird geherzt. Passenden ND drauf machen und dann die beiden bitten nochmal zu posen oder auf S&Q mit passendem Shutter und die Szene direkt und ungestellt aufnehmen? Preisfrage: wie würdest Du so etwas filmen? Ist da wirklich "irre"? Sorry Tom, das hat mich geärgert.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 12:58
von klusterdegenerierung
Das Ding ist, Frank filmt so nicht, bei Ihm würde die Braut aus einem beleuchtetem Raum ins helle kommen, oder 3 Assis würden mit Flags die Sonne abhalten.

By the way gibt es zur Kompensation folgendes zur Auswahl:

- automatic shutter
- automatic ND
- automatic aperture
- automatic Iso
- automatic all

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 15:51
von Mediamind
Frank Glencairn hat geschrieben: Sa 30 Apr, 2022 11:01
Mediamind hat geschrieben: Sa 30 Apr, 2022 10:30 Es gibt endlose Beispiele, bei denen die 180 Grad Regel ohne Auswirkung auf das Ergebnis ist.
Das würde ich gerne mal sehen.
... bei statischeren Szenen, Weitwinkel mit Landschaft, Bewegung nur in der Ferne,...
Ich spreche ja auch nicht davon, dass man die 180 Gradregel mit Füßen treten soll. Ich bin auch kein Fan der Automatiken, wenn es aber sein muss, bin ich pragmatisch und belichte lieber korrekt, als das ich meinen Motionblur habe und die Hauttöne nach Wachs aussehen. Wedding ist eben immer ein Kompromiss in Bezug auf die verschiedenen Ziele.
Interviews sind ein Kinderteller im Vergleich zu einer Ganztagesbegleitung bei einer Hochzeit.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 16:13
von klusterdegenerierung
Das stimmt, einmal einen Stuhl mit Lichtsetup aufgestellt und ab dafür, Hochzeit, jede 3min etwas anderes mit komplett anderen Ansrpüchen und settings.
Bei Hochzeiten müßte eine Cam min 15 komplett unterschiedliche komplettsettings abrufbar machen können.

Der Grund warum Profis keine weddings filmen, weil zu hart und zu anspruchsvoll. ;-))

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 17:19
von Frank Glencairn
Ich hab keine Ahnung was ich bei eurer Hochzeitsfilmerei immer so macht.

Ich mach sowas ja normal nicht, aber ab und zu muß man halt (Friends &Family eben) - also hab ich bisher 3 Hochzeiten gefilmt.
Bei keiner hatte ich solche Probleme.

Ich finde daß Hochzeiten eigentlich nur wenig Überraschungen bieten - das meiste was passiert ist entweder abgesprochen oder vorhersehbar.
Entsprechend muß man halt vorausdenken und sich bei Zeiten in die jeweilige Position begeben.
Ich glaube der Denkfehler beruht auf der Vorstellung man bräuchte immer 100% Coverage von allem.

Braucht man nicht. Wenn die Braut aus dem dunklen Zimmer auf den Balkon geht, lass sie gehen - und mach den nächsten Shot auf dem Balkon (dann mit angepasstem Vari ND) - man kann sowas ganz einfach umschneiden, das rumgelatsche will sowieso keiner sehen.

Wenn man sowas drehen will, muß man halt in der Lage sein bereits im Kopf zu schneiden und entsprechend auf Anschluß zu drehen.
Wenn man das nicht kann, muß man eben besser werden - there is no free lunch.

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 18:19
von klusterdegenerierung
Naja, auf der einen Seite sprichst Du von weglassen und auf der anderen von besser werden, ist also bei Dir das weglassen das besser werden?
In dem Fall gibt es ja doch free lunch, denn dann brauche ich ja nicht so viel können respektive besser werden.

In Deiner Darstellung eines weddingfilm schwingt aber auch nicht viel spirit oder Nüchternheit mit, vielleicht haben da andere einfach höher Ansprüche und müßen größere Hürden überwinden.

Ein guter Weddingfilm ist eben nicht unbedingt eine EB Doku. :-)

Re: IBIS vs EIS: Warum Sensorstabilisierung (IBIS) nicht immer die bessere (Kamera)Wahl ist

Verfasst: Sa 30 Apr, 2022 20:19
von Frank Glencairn
Das besser werden bezog sich auf die Fähigkeit, bereits während der Aufnahme gleichzeitig im Kopf zu schneiden, und auf Anschluß zu drehen.

Die Ansprüche für sowas sind immer vom Budget abhängig.
Wenn ich nur für eine One Man Band bezahlen kann, kann ich keine Ansprüche haben, für die man 3 Mann oder mehr braucht.

Wenn man sowas alleine dreht muß man in jeder Sekunde neu entscheiden, was genau man wirklich am Ende braucht, um das beste raus zu holen.
Wenn ich mit 3 Mann drehe, hab ich genug Coverage, und muß mir weniger Gedanken machen.